In welchen Fällen übernimmt der Staat Anwaltskosten?

Für die außergerichtliche Beratung und Vertretung wird von der Landeskasse Beratungshilfe gewährt, wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können. Für die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens wird Prozesskostenhilfe bewilligt, wenn die Partei aufgrund ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht in der Lage ist, die Anwalts- und Gerichtskosten zu zahlen. Die Bewilligung hängt - neben der Bedürftigkeit - davon ab, dass die Rechtsverfolgung oder -verteidigung nicht mutwillig ist, d. h. sie muss eine ausreichende Aussicht auf Erfolg bieten. Die Voraussetzungen prüft das Gericht, das über den Rechtsstreit zu entscheiden hat.

Einschränkungen gibt es im Bereich des Strafrechts. Hier wird Beratungshilfe nur für eine außergerichtliche Beratung bewilligt, die jedoch oftmals nicht ausreicht, weil weitere Maßnahmen angezeigt sind. Wenn ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt, z. B. wenn ein Verbrechen angeklagt wird oder wenn Sie aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, sich selbst zu verteidigen, erfolgt die Beiordnung eines Rechtsanwaltes als Pflichtverteidiger.

Sprechen Sie uns dazu an, selbstverständlich prüfen wir, ob die Voraussetzungen eines Antrages vorliegen.

Zuletzt aktualisiert am 23. Januar 2015 von Thomas Gürke.

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